Der Tarifverbund Ortenau (TGO) will die Preise für den Öffentlichen Personennahverkehr um durchschnittlich 1,6 Prozent erhöhen. Grund dafür sei ein Fahrgastrückgang.

„Die TGO erhöht jedes Jahr die Preise und wundert sich jetzt über den Fahrgastrückgang. Für mich unverständlich“, so Norbert Hense, Sprecher der Grünen Jugend Ortenau. „Nur ein kostengünstiger ÖPNV ist auch attraktiv und animiert die Menschen das Auto stehen zu lassen. Jedoch sind gerade kurze Strecken innerhalb der TGO verhältnismäßig teuer“, so der Landtagskandidat der Grünen im Wahlkreis Kehl weiter.

Besonders treffen solche Preiserhöhungen Menschen mit geringem Einkommen, da die TGO immer noch kein Sozialticket anbietet. Dabei ist gerade diese Personengruppe oft, mangels eigenem Fahrzeug, auf den ÖPNV angewiesen. Des Weiteren warten die Studierenden der Hochschulen in Baden-Württemberg immer noch auf ein landesweit gültiges Semesterticket. Hier wäre ein Semesterticket der TGO eine wichtige Brücke hin zu einer landesweiten Regelung.

Auch kritisiert die Grüne Jugend ein Verantwortlichmachen des Streiks der GdL für den Imageverlust des schienengebundenen Verkehrs. Bei dieser verkürzten Anaylse bediene sich die TGO-Geschäftsführung populistischer Argumente.

Die Grüne Jugend begrüßt jedoch die Position des TGO-Geschäftsführers Stefan Preuss, dass eine Angebotsverkleinerung der wirklich letzte Schritt sein muss. Eine solche würde nach Meinung des Grünen Jugend die Attraktivität des ÖPNV stark mindern und zu einem weiteren Rückgang der Fahrgastzahlen führen.