Jugendorganisationen fordern Hanf-Legalisierung

Ein Bündnis bestehend aus der Linksjugend, den Jungen Liberalen und der Grünen Jugend will in der Ortenau einen „Cannabis Social Club“ realisieren. Dazu sollen sich interessierte, volljährige Personen in einem Verein zusammenschließen und dort gemeinsam – legal – Cannabis züchten und konsumieren dürfen. Ein Handel mit dem erzeugten Rauschmittel aus dem Cannabis Social Club mit Nichtmitgliedern und Minderjährigen soll dabei weiter illegal bleiben. Dies soll ein Zwischenschritt auf dem Weg zur vollständigen Legalisierung von Marihuana sein.

„Die Drogenpolitik der letzten Jahre ist gescheitert. Daher braucht es nun neue Konzepte“, erklärt Norbert Hense, Sprecher der Grünen Jugend Ortenau. „Ein Cannabis Social Club ist ein, im Rahmen der bestehenden Gesetze, gangbarer Weg.“

Dennis Durban, Vorsitzender der Jungen Liberalen im Kreis ergänzt: „Unser Ziel bleibt jedoch die vollständige Legalisierung. Wir wollen, dass die Repressionen gegen Cannabis-Konsumenten ein Ende haben. Für einen aufgeklärten Umgang mit Suchtmitteln ist das unabdingbar.“

„Ein Cannabis Social Club bietet auch die Chance kriminelle Strukturen auszulöschen“, gibt Yannik Hinzmann, Sprecher der Linksjugend zu bedenken. „Außerdem erhöhen legale Wege die Sicherheit für Konsumenten und Suchtkranke, da der illegale Markt dazu neigt die Rauschmittel mit weiteren Stoffen zu strecken.“

Das Bündnis der drei Jugendorganisationen will am Samstag, 19. September ab 10 Uhr in Offenburg vor dem Rathaus Unterschriften für ihr Anliegen sammeln. Auch im Netz auf www.hanf-og.de kann man das Bündnis unterstützen und sich für einen Cannabis Social Club aussprechen.