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Ein Regenbogen für Offenburg und die Ortenau!

Sehr geehrter Herr Scherer,
sehr geehrte Frau Schreiner,

am 11. Oktober jährt sich der Coming Out Day zum 26. mal. Dieser Tag soll Menschen, die in ihrer sexuellen Orientierung von der so genannten Norm abweichen, Mut machen zu ihrem Selbst zu stehen und sich selbst anzunehmen. Aber er soll auch Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender (LGBT), sofern sie persönlich bereit dazu sind, aufrufen, sich öffentlich zu zeigen, Dies ist eines der besten und oft wirksames Mittel gegen Homophobie und Transphobie.

Denn wer Mitmenschen, die von der „Norm“ abweichen, kennt, hat weniger Voruteile bzw. leichteres Spiel sie wieder abzulegen. Schwule und Lesben sowie weitere queere Menschen sind immernoch zahlreichen Formen der Diskriminerung ausgesetzt. Weltweit gibt es in mehr als 70 Staaten noch immer Gesetze gegen homosexuelle Handlungen – in 7 Staaten droht sogar die Todesstrafe.

In Deutschland dürfen laut Artikel 3 des Grundgesetzes keine Menschen auf Grund von Geschlechts Abstammung, Religion, etc. diskriminiert werden. Wir sind auf dem Weg zu einer tatsächlichen Gleichberechtigung aller Menschen unabhängig ihres sozialen und biologischen Geschlechts oder auch ihrer sexuellen Orientierung.

Doch auch hier gab es immer und gibt es immernoch Kräfte, die dies ändern bzw. verhindern wollen. Kräfte, die die Errungenschaften auf dem Weg zur vollständigen Gleichstellung umkehren und rückgängig machen wollen. Dies dürfen wir in einer toleranten und offenen Gesellschaft, nicht zulassen.

Als klares Zeichen unserer Toleranz, und für alle lesbischen, schwulen, bisexuellen und queeren Menschen, aber auch als Zeichen gegen die Rückwärtsgewandtheit von Menschen, die ausschließlich an heterosexuellen Frau-Mann-Beziehungen festhalten und öffentlich jede andere Form der Liebe ablehnen, bitten wir Sie am 11. Oktober – das ist das Datum des
Coming Out Days – eine Regenbogenflagge vor dem Landratsamt und der Stadtverwaltung zu hissen.

Gerade Offenburg betont als Stadt immer wieder Ort wichtiger Versammlungen im Zuge der Grundrechte und Freiheit gewesen zu sein.

Außerdem würden wir uns wünschen, wenn Sie dies jährlich – auch am Internationalen Tag gegen Homophobie am 17. Mai – wiederholen. Dieser kleine Beitrag soll die Ortenau toleranter und weltoffener machen, als sie bisher bereits schon ist.

Mit freundlichen Grüßen
Nina Rieger
Norbert Hense

Sprecher*innen Grüne Jugend Ortenau