Die Grünen und ihre Jugendorganisation (GJ) haben auf ihren Jahreshauptversammlungen entschieden, dass sie den Gelben Sack durch eine Wertstofftonne ersetzen wollen.

Die Sprecherin der GJ, Kaya Gilberg, freut sich über den Erfolg der Abstimmungen. „Plastikmüll heizt nicht nur den Klimawandel an, sondern belastet auch unsere Umwelt, insbesondere die Tierwelt. Deshalb ist es nicht nur wichtig, Müll zu vermeiden, sondern auch anfallenden Müll werkstofflich zu verwerten. Die Wertstofftonne bietet hier viele Vorteile.“
Für die Wertstofftonne spricht die einfachere Mülltrennung, da Bürger*innen nicht mehr nach Verpackungen sortieren müssen, sondern alles aus Kunststoff und Metall zukünftig in der Wertstofftonne entsorgen können. Somit wird auch mehr recycelt, was zum einen jährlich mehrere Tonnen CO2spart und zum anderen die Ressourcen schont. Zu den weiteren Vorteilen zählt die Verschönerung des Stadtbildes, denn mit der Abschaffung des Gelben Sackes verschwinden die stinkenden Müllsäcke, die bei starkem Wind oder durch Tiere auf der Nahrungssuche schnell mal ihren Inhalt auf der Straße verlieren.

Den Antrag hatte die AG Ökologie Anfang Januar auf der Mitgliederversammlung der GJ Ortenau eingebracht. Dort war die Abstimmung einstimmig ausgegangen. Daraufhin brachte Juni Schandl den Antrag auch bei der Mitgliederversammlung der GRÜNEN Ortenau am Freitag, den 22. Januar, stellvertretend für die ganze GJ ein. Bis auf fünf Gegenstimmen wurde der Antrag auch dort mit überwältigender Mehrheit angenommen. Lobende Worte für den Antrag gab es auch von den Landtagsabgeordneten Sandra Boser und Thomas Marwein. „Das ist auch ein wichtiges Thema für unseren Gewässerschutz“, ergänzt Boser. „Aufgrund der Leichtigkeit der Gelben Säcke landen diese immer wieder in der Kinzig und mit ihnen große Anteile Plastikmüll.“